Smartphone-displays könnten teurer werden: krieg im nahen osten belastet lieferketten

Die Memes sind schonungslos: Ein Cartoon, der einen Kaiser-Chinesen-verkleideten Kater zeigt, der einen Corgi mit Kung-Fu-Moves niedermetelt, begleitet von der Bildunterschrift „Das ist, warum RAM 900 Dollar kostet“. Doch hinter dieser humorvollen Übertreibung lauert eine ernste Entwicklung: Der Konflikt im Nahen Osten könnte die Preise für Smartphone-displays in die Höhe treiben.

Höherer ölpreis belastet display-herstellung

Höherer ölpreis belastet display-herstellung

Laut einem Bericht von Reuters könnte die Eskalation des Konflikts zwischen Iran und der gestiegenen Ölpreise die gesamte Elektronik-Lieferkette belasten. Chung Yi, der CEO von Samsung Display, sieht eine direkte Verbindung zwischen dem Ölpreis und den Kosten für viele Materialien, die in der Display-Herstellung verwendet werden. Ein signifikanter Teil der Schlüsselkomponenten, darunter bestimmte Folien und andere Materialien, stammen aus Rohöl.

Die Erhöhung der Ölpreise treibt somit auch die Produktionskosten für diese Materialien in die Höhe. Das bedeutet, dass Hersteller mit steigenden Kosten für Rohstoffe zusätzlich zu den bereits bestehenden Problemen mit Lieferketten und höheren Komponentenpreisen zu kämpfen haben.

Samsung Display beliefert nicht nur Samsung selbst, sondern auch Apple mit Displays für iPhones und MacBooks. Eine mögliche Lösung liegt in der Verlagerung der Produktion. Eine neue Fabrik von Japan Display könnte bald in den USA entstehen, eine Maßnahme, die Washington im Zuge einer Strategie zur Reduzierung der Abhängigkeit von chinesischen Display-Technologien unterstützt.

Japan Display, ein Zusammenschluss von Sony, Toshiba und Hitachi im Jahr 2012, hatte in den vergangenen Jahren mit Schwierigkeiten zu kämpfen, nachdem Apple auf OLED-Panels umgestiegen war, die von chinesischen Lieferanten bezogen werden konnten. Experten schätzen, dass China den globalen Display-Markt bis 2028 von 68 % auf 75 % aufstocken wird. Apple könnte sich daher erneut an Japan Display wenden müssen.

Die Folge? Die Verbraucher zahlen mehr für ihre Smartphones und Tablets. Die Display-Größen könnten stagnieren, und Nutzer werden ihre Geräte länger behalten. Eine Rückkehr zu Modellen wie dem Nokia 3310 ist keine unrealistische Option mehr.

Die Situation verdeutlicht, wie komplex die globalen Lieferketten sind und wie geopolitische Ereignisse die Preise für Konsumgüter beeinflussen können. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Displaypreise tatsächlich in die Höhe schießen.

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