Verizon-mitarbeiter in verzweiflung: geschäfte erliegen – branche am abgrund
Die Wirtschaft nagt an den Verkäufern in den Großhandelsgeschäften der Mobilfunkbranche. Ein einzelner Verizon-Mitarbeiter, der in einem Laden mit nur zwei Kollegen arbeitet, schildert auf Social Media eine erschreckende Realität: Die drei haben in dieser Woche keinen Cent verdient. Nicht ein einziger Kunde betritt den Laden, geschweige denn, dass jemand eine Rechnung begleicht. Für den Mitarbeiter ist dies die schlimmste Dürre in den vier Jahren seiner Tätigkeit.
Branchen-crash: verkäufer zahlen den preis
Die Zahlen sprechen Bände: Der Mitarbeiter hat rund 1.000 Euro weniger als bisher auf seinem Gehalt, und verdient kaum noch Mindestlohn, wie er selbst treffend formuliert hat. Er versucht verzweifelt, per Telefon Geschäfte anzukurbeln, aber seine Worte klingen zynisch: „Die Branche ist komplett tot.“

Abgewandert – nach einer besseren zukunft
Auch andere ehemalige Verizon-Mitarbeiter haben sich abgewandt. Ein ehemaliger Verkäufer hat seinen Job aufgegeben und arbeitet nun in der Finanzbranche. Er berichtet von einem Umsatzrückgang von 30 Prozent in seinem Laden und beschloss nach fünf Jahren, sich eine neue Karriere zu suchen. Die Situation ist ernst – und nicht nur bei Verizon.

Schwindende kundenströme und unseriöses verhalten
Nicht nur der Mangel an Kunden ist das Problem, sondern auch die Art der Kunden, die in die Läden kommen. Eine weibliche Verkäuferin beschwert sich, dass die Besucher keine zahlungskräftigen Kunden sind, sondern stattdessen unzufrieden und verärgert sind, wenn ein Online-Angebot nicht eingelöst werden kann. Ein Ladenleiter äußert seine Besorgnis über das Leid seines Teams, das unter der aktuellen Situation leidet. Senior Management bei Verizon scheint sich in einer irrealen Vorstellung zu befinden, Kunden durch Magie in die Geschäfte zu locken. Die Situation verschärft sich durch die neue Provisionsstruktur, bei der nur noch Neukundenverkäufe zu Einnahmen führen.
Visible – ein digitaler ausweg?
Die wirtschaftliche Krise führt zu einer Verlagerung der Kunden in die digitale Abteilung „Visible“ von Verizon. Die Angebote beginnen bei nur 25 Euro pro Monat für ein Jahr – mit einem Rabatt von 5 Euro für die ersten zwölf Monate. Sogar neue Smartphones können direkt online bestellt werden. Doch selbst diese Entwicklung deutet auf eine fundamentale Veränderung hin: Die Zeiten der persönlichen Beratung in Verizon-Geschäften sind vorbei. Kunden bevorzugen zunehmend Prepaid-Anbieter, selbst wenn diese Netzwerke von T-Mobile oder AT&T nutzen.
Fazit: ein neuanfang für die branche?
Die Erholung der Wirtschaft wird die Lage der Verizon-Mitarbeiter nicht von heute an verbessern. Der Trend geht eindeutig in Richtung Online-Handel, und Kunden sind immer besser informiert und benötigen seltener die Unterstützung von Verkäufern in den Verizon-Filialen. Die Zukunft der Branche mag in einem schlankeren, digitaleren Modell liegen – und die Verkäufer müssen sich schnell anpassen, bevor es zu spät ist. Die Zeiten der lukrativen Telefonverkäufe sind endgültig vorbei.
