4 Fps, 500 stunden: deutscher streamer zwingt red dead redemption 2 zum stillstand

Ein 59-jähriger YouTuber aus Dänemark hat sich eine Herausforderung auferlegt, die viele Gamer zur Verzweiflung treibt: Er will Red Dead Redemption 2 in 4 Frames pro Sekunde durchspielen. Die Konsequenz: fast 500 Stunden mühsamer Arbeit und eine Flut an Frustrationen.

Ein alter laptop, eine unmögliche mission

Ein alter laptop, eine unmögliche mission

John, der Mann hinter der Mongo TV-Kanal, setzt dabei auf einen 10 Jahre alten Laptop mit einem i5-8300H Prozessor und einer integrierten 1050ti GPU. Selbst mit minimalen Grafikeinstellungen schafft das System lediglich 4 FPS – ein Erlebnis, das sich anfühlte wie ein langsames, verzerrtes Flackern. Für die meisten Spieler wäre das Spiel unspielbar, aber John scheint mehr als nur Geduld zu haben.

Die Herausforderung ist schlicht: Die Grafikkarte, eine 1050ti mit 4 GB Speicher, ist für das anspruchsvolle Spiel völlig unterlegen. Obwohl die Hardware die Mindestanforderungen des Spiels deutlich übertrifft – ein Intel Core i5-2500K, 8 GB RAM und eine GeForce GTX 770 – kämpft das System mit der Leistung.

John beschreibt die Erfahrung als eine Mischung aus Frustration und surrealer Ruhe. Er kann die Bewegungen der Gegner genau beobachten, jede Schussbewegung analysieren, aber die Reaktionszeit ist so verzögert, dass präzises Zielen nahezu unmöglich ist. Er schätzt, dass er das Spiel mit mindestens 471 Stunden bewältigen wird – eine gigantische Investition in Zeit und Nerven.

Ein interessanter Nebeneffekt dieser extremen Herausforderung: Ein öffentliches Gespräch über die Leistungsfähigkeit des alten Laptops. Red Dead Redemption 2 wurde 2019 veröffentlicht, und Johns Laptop war damals noch relativ jung. Der Evercade Nexus, eine neue Konsole, die alte Spiele legal abspielt, bietet eine interessante Perspektive. Der Laptop von John übertrifft die minimalen Anforderungen des Spiels locker.

Trotzdem erreicht er nur 4 FPS, selbst mit niedrigen Grafikeinstellungen. Ein Problem mit der Konfiguration, die Nutzung der integrierten GPU oder veraltete Treiber sind mögliche Gründe. John scheint das Problem mit einer gewissen Gelassenheit zu akzeptieren und setzt seine extrem langsame Reise fort. Es ist eine bemerkenswerte Demonstration der Beharrlichkeit – oder vielleicht auch einfach nur der Liebe zum Spiel.

Tom’s Hardware hat die benötigten Spielzeit auf 471 Stunden geschätzt. Die Pointe ist: Er spielt, wie er kann. Ein unkomplizierter Ansatz, der für viele Gamer eine wertvolle Lektion ist: Manchmal reicht es, einfach weiterzuspielen, egal wie langsam es geht. Es ist ein Beweis dafür, dass Leidenschaft und Durchhaltevermögen oft wichtiger sind als perfekte Leistung.