Aktienmarkt im freien fall: nasdaq 100 stürzt ab – kriegsdrohung belastet anleger
Die Börsen haben eine turbulente Woche hinter sich gelassen. Der Nasdaq 100 ist am Freitag um fast zwei Prozent abgestürzt und befindet sich nun offiziell in einer Korrektur. Die Angst vor einer Eskalation des Konflikts im Iran hat die Anleger in Panik versetzt und zu einem massiven Ausverkauf geführt.
Die angst vor steigenden ölpreisen
Der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 hängen ebenfalls in der Verlustzone und stehen kurz vor eigenen Korrekturen. Was als Risiko wahrgenommen wird: Steigende Ölpreise, die durch die geopolitische Lage im Nahen Osten befeuert werden. Die Angst vor einer Inflationsexplosion, die die ohnehin schon verlangsamende US-Wirtschaft zusätzlich belasten könnte, lässt die Anleger massiv von Technologieaktien abspringen.
Besonders hart trifft es Unternehmen aus dem Speicherbereich, die zuvor zu den Wachstumstreibern gehörten. Der Nasdaq 100 verzeichnet nun seine zehnte Verlustwoche in den letzten elf Wochen – ein Muster, das in der Geschichte des Index nur selten zu beobachten war. Paul Hickey von Bespoke Investment Group spricht von einer „beispiellosen Konsistenz im Abwärtstrend.“

Die „todeskreuz“-formation rückt näher
Aaron Hill, Chefmarktanalyst bei FP Markets, warnt bereits vor der sogenannten „Todeskreuz“-Formation, bei der der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt. Ein klassisches Signal für weitere Kursverluste. Die Perspektive ist düster: „Damit sich die Aktien erholen können, müssen die Ölpreise fallen“, so Hill.
Die Ölpreise sind indes in die Höhe geschossen. Brent-Öl überschritt am Freitag die 110-Dollar-Marke, trotz eines Versprechens von US-Präsident Donald Trump, einen Angriff auf iranische Energieanlagen um zehn Tage zu verschieben, um Verhandlungen zu ermöglichen. Der Suezkanal bleibt jedoch ein potenzielles Risiko, da Berichte über Ablehnungen iranischer Schiffe die Nerven der Händler strapazieren.
Joe Mazzola, Chefstratege bei Charles Schwab, fasst die Stimmung am Markt zusammen: „Der Wochenabschluss steht unter dem Schatten steigender Kriegssorgen und risikoscheuer Anleger.“ Die Unsicherheit ist greifbar und die Anleger suchen Schutz in sichereren Anlagen. Die Anleger sollten sich nun auf eine volatilen Phase einstellen und ihre Portfolios sorgfältig überprüfen.
