Ap-7: intensivierte überwachung und variable geschwindigkeiten – ein verkehrsversuch in katalonien

Die AP-7 in Katalonien verwandelt sich in eine Hochsicherheitszone. Von La Jonquera bis Ulldecona wird die Autobahn umfassend kontrolliert – mit mehr Radarfallen, verstärkter Polizeipräsenz und dynamischen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Das Ziel: Eine Halbierung der Verkehrstoten bis 2030.

Ap-7: verstärkte kontrollen und variable geschwindigkeiten

Ap-7: verstärkte kontrollen und variable geschwindigkeiten

Die Maßnahme des Servei Català de Trànsit soll die Unfallzahlen auf der AP-7 senken, einer der gefährlichsten Autobahnen Kataloniens. Die Autobahn, die 344 Kilometer umfasst und von der spanischen Grenze bis zur valencianischen Grenze reicht, ist bekannt für ihren hohen Verkehrsaufkommen und die hohe Anzahl an Verkehrsunfällen, insbesondere in der Provinz Tarragona. Dort ereignen sich ein disproportionierter Anteil der tödlichen Unfälle.

Ein zentraler Bestandteil des Plans sind neue Schleuderradar-Systeme. Sechs solcher Systeme wurden bereits eingesetzt, weitere vier werden folgen, um ein Netzwerk von insgesamt zehn mobilen Radarfallen entlang der AP-7 zu bilden. Diese Radarfallen sind mobil und werden jede zwei bis vier Wochen an verschiedenen Unfallschwerpunkten positioniert. Sie arbeiten autonom und senden Verstöße direkt an die Behörden.

Für Autofahrer bedeutet das, dass sie sich nicht mehr darauf verlassen können, wo sich die Radarfallen befinden. Die Standorte werden sich ständig ändern, was die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen erschwert. Besonders der Abschnitt zwischen Calafat und Amposta (ca. 44 Kilometer) ist betroffen, wo bereits spezifische Geschwindigkeitslimits gelten: 100 km/h für PKWs, 80 km/h für Lkw und ein Überholverbot für schwere Fahrzeuge in bestimmten Bereichen.

Die Kontrollen werden nicht nur auf die Geschwindigkeit beschränkt. Neben der Überprüfung der Geschwindigkeit werden auch Alkohol- und Drogenmissbrauch, Ablenkung am Steuer und gefährliche Manöver wie plötzliche Spurwechsel und riskante Überholmanöver verstärkt kontrolliert. Die AP-7 gilt als „Nullpunkt“ für die Bekämpfung der schwersten Unfälle, die oft durch Lkw verursacht werden, die von der Fahrbahn abkommen.

Eine weitere Säule des Plans ist die Einführung von variablen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Auf bis zu 150 Kilometern werden elektronische Anzeigen installiert, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit je nach Verkehrsaufkommen, Wetterbedingungen und Verkehrsstörungen anpassen können. Hinter diesen Anzeigen stehen intelligente Analyse-Systeme, die Daten von Sensoren, Kameras und Wetterstationen kombinieren.

Ziel ist es, plötzliche Bremsmanöver zu vermeiden und den Verkehrsfluss zu glätten, indem die Geschwindigkeitsbegrenzungen mehrmals täglich in wenigen Kilometern variieren. Wer diese Änderungen nicht beachtet, riskiert Bußgelder.

Die AP-7 ist die innerstädtische Verkehrsader Kataloniens, die täglich bis zu 7.000 Autos pro Stunde und über 10.000 Lkw bewegt. Dieses hohe Verkehrsaufkommen, kombiniert mit Ablenkung und Geschwindigkeitsüberschreitungen, führt zu einer hohen Anzahl tödlicher Unfälle, insbesondere in der Provinz Tarragona. Trànsit hat festgestellt, dass die Unfallzahlen in Bereichen mit verstärkten Kontrollen deutlich gesunken sind. Das neue Konzept zielt darauf ab, diesen Erfolg auf die gesamte Autobahn auszuweiten, um die Geschwindigkeiten zu reduzieren und somit die Anzahl und Schwere der Unfälle zu verringern.

Fahrern, die die AP-7 häufig befahren, werden drei Veränderungen auffallen: mehr mobile Radarfallen, die schwerer zu orten sind, häufigere Kontrollen der Mossos d’Esquadra, insbesondere an Wochenenden und bei Sonderaktionen, und variable Geschwindigkeitsbegrenzungen, die sich dynamisch ändern können – selbst wenn die Fahrbahn scheinbar frei ist.

Die angekündigten Maßnahmen sind ein deutliches Zeichen für den dringenden Bedarf an Verkehrssicherheit in Katalonien. Die Hoffnung ist, dass diese umfassenden Kontrollen und die Anpassung der Geschwindigkeiten tatsächlich dazu beitragen werden, die Zahl der Verkehrstoten auf der AP-7 deutlich zu senken – eine Aufgabe, die angesichts der hohen Verkehrsbelastung und der menschlichen Fehlerquote eine Mammutaufgabe darstellt.

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