Apple vision pro: der traum vom spatial computing zerbricht – massenretour droht
Die Appelle für das Apple Vision Pro sind tot. Ein Insider-Bericht deutet an, dass Apple das ambitionierte Projekt praktisch aufgegeben hat. Was bedeutet das für die rund 600.000 Käufer, die sich das teure Gerät tatsächlich gekauft haben?
Der m5-update als falscher wecker
Das angekündigte M5-Chip, eine komfortablere Dual Knit-Armband und eine verbesserte Bildwiederholfrequenz von 120 Hz brachten kaum eine Veränderung. Der Preis von 3.499 US-Dollar blieb unerschütterlich. Die Erwartungen der Konsumenten wurden somit nicht erfüllt – und das ist der entscheidende Punkt.
Laut dem Bericht hat Apple die Entwicklung des Headsets komplett eingestellt und die ehemaligen Teammitglieder in andere Projekte, beispielsweise in Siri, umgeschichtet. Die Rückgabequoten sind alarmierend hoch – weit über denen anderer moderner Apple-Produkte. Ein deutliches Zeichen für eine fehlende Akzeptanz.

Ein platzhalter, keine revolution
Das Update wirkt eher wie ein Notnagel als ein richtiger Fortschritt. Die Probleme – der hohe Preis, das Gewicht und das Fehlen an überzeugendem Content – blieben bestehen. Es war klar, dass das Vision Pro ein gewagtes Experiment war, das auf dem Papier vielversprechend, aber in der Praxis schwer zu realisieren schien.

Smart glasses statt spatial computing
Die Entscheidung, den Fokus auf Smart Glasses zu legen, ist nachvollziehbar. Apple will mit einem AI-gesteuerten Modell konkurrieren, das jedoch ohne Display auskommt – eine technologische Herausforderung, die erhebliche Investitionen erfordert. Die Wiederverwendung der Vision Pro-Technologie ist aufgrund des hohen Energiebedarfs kaum möglich. Ein massiver Neuanfang steht also bevor.
Für diejenigen, die bereits das Vision Pro gekauft haben, ist die Nachricht bitter. Ein Trade-in auf eine mögliche zukünftige Lösung ist wahrscheinlich illusorisch. Eine Entschädigung in Form einer öffentlichen Entschuldigung oder eines direkten Zugangs zu neuen Technologien wäre angebracht. Apple hat mit dieser Entscheidung nicht nur das Vertrauen seiner Kunden, sondern auch einen erheblichen Teil seiner Reputation verloren.
