Armenischer schüler widmet sich selbstgemachten projekten in tumo-akademie

In Ereván, Armenien, gibt es ein College, das die klassische Schule vollkommen in Frage stellt. Hier gibt es keine festen Klassenräume, keine Lehrer und jeder Schüler entscheidet selbst, was er lernen möchte. Es heißt TUMO und ist eines der innovativesten Modelle der Welt, da es die Kombination von Autonomie, Technologie und Kreativität in einem förderlichen Umfeld für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren ermöglicht.

Ein lehrsystem ohne lehrer und achtungsvollen unterricht

TUMO entstand mit dem Ziel, sich von der rigiden Struktur der traditionellen Bildung zu distanzieren. Anstatt abgeschotteter Klassenräume und festen Stundenplänen finden die Schüler in einem offenen Ecosystem frei zwischen Werkstätten, Laboratorien und Arbeitsbereichen zu bewegen. Es gibt keine Lehrveranstaltungen mit Vorträgen und kein Lehrer, der den Rhythmus bestimmt. Stattdessen organisieren sich die Lernprozesse um Projekte, die jedes Kind an die Hand nimmt, um anhand seiner Interessen zu lernen.

Das bedeutet, dass der Lehrer nicht mehr Inhalte vermittelt, sondern Orientierung bietet, Fragen beantwortet und jedem Schüler dabei hilft, auf eigenen Füßen zu stehen und seinen eigenen Rhythmus zu finden. Diese Struktur ermöglicht ein flexibles, individuell angepasstes und praktisches Lernen.

Technologie als motor und werkzeug

Technologie als motor und werkzeug

Jedes Feld entwickelt sich durch konkrete Herausforderungen, die den Schülern aufgeben, ihre erworbenen Fähigkeiten anzuwenden und nicht nur zu memorieren. Deshalb ist die Technologie die zentralste Werkzeug, während die Kreativität der Motor ist, die jeden Projekt vorantreibt.

TUMO wurde vom Architekten Bernard Khoury entworfen und setzt sich nicht improvisiert mit der Fehlen von Struktur auseinander, sondern ersetzt sie durch eine pädagogische Architektur in drei Ebenen. Die erste Ebene ist das digitale Selbstlern auf TUMO Path, einer Plattform, die den Rhythmus und die Schwierigkeit an die Fortschritte jedes Schülers in Fachbereichen wie Programmierung, Robotik, Animation, Musikproduktion, 3D-Design oder kreativer Schriftstellerei anpasst. Die zweite Ebene sind die monatlichen Werkstätten, bei denen Fachleute aus der Praxis mit kleinen Gruppen arbeiten, um Anwendungen von jedem Bereich zu praktizieren. Die dritte Ebene sind die intensiven Laboratorien, in denen Teams von Schülern reale Projekte unter der Aufsicht von internationalen Experten entwickeln.

Alle Funktioniert durch ein zentrales Control Panel, das auf Gamification basiert.

Das Geheimnis des Erfolgs von TUMO liegt in der Freiheit der Wahl, bei der jeder Schüler entscheidet, was er lernen möchte und in welcher Reihenfolge. Dies macht den Prozess zu einer motivierenden Erfahrung, anstatt einer akademischen Pflicht. Obwohl es keine traditionellen Prüfungen gibt, eliminiert dies die Drucksituation und fördert die Experimentierfreude, insbesondere in kreativen und technischen Bereichen, wodurch sein sozialer Einfluss beachtlich ist.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass TUMO völlig kostenlos ist, was den Zugang zu Fähigkeiten ermöglicht, die sonst teure, private Programme reserviert halten würden. Seit 15 Jahren hat Schweden versucht, die traditionellen Bücher durch Bildschirme zu ersetzen, jetzt investiert es Millionen Euro, um sie wieder zu erwerben. Millionen armenischer Jugendliche haben bereits durch die TUMO-Struktur gegangen und das Modell wurde in anderen Ländern repliziert, so dass es zu einem Labor für innovative Bildungsideen wurde, das Regierungen und internationale Organisationen inspiriert.