Google-phishing: sophistizierte pwa-attacke stiehlt daten

Eine neue Phishing-Kampagne zielt auf Google-Konten ab – und sie ist bemerkenswert raffiniert. Angreifer nutzen eine Progressive Web App (PWA), um Anmeldedaten, Zwei-Faktor-Codes und sensible Geräteinformationen zu stehlen. Die Attacke kombiniert soziale Manipulation mit legitimen Browserfunktionen.

Pwa-trick: die sicherheitsprobe

Pwa-trick: die sicherheitsprobe

Die Cyberkriminellen verwenden eine gefälschte Domain, die eine vermeintliche Konto-Sicherheitsseite von Google imitiert. Nutzer werden zu einem Vier-Schritte-Konfigurationsprozess geführt, der sie dazu animiert, erweiterte Berechtigungen zu erteilen und eine bösartige PWA zu installieren. PWAs laufen wie eigenständige Apps im Browser und wirken dadurch vertrauenswürdiger als herkömmliche Webseiten.

Malwarebytes-Forscher haben aufgedeckt, dass die PWA Kontakte, Echtzeitstandortdaten und den Inhalt der Zwischenablage extrahieren kann. Zudem agiert sie als Netzwerk-Proxy und Portscanner, was es Angreifern ermöglicht, Daten über den Browser des Opfers zu leiten und aktive Geräte im lokalen Netzwerk zu identifizieren. Besonders gefährlich ist, dass die App OTP-Codes abfängt, die per SMS versendet werden.

Ein weiteres Element der Kampagne ist ein als „kritischer Sicherheitsupdate“ getarntes APK-File für Android. Dieses verlangt Zugriff auf bis zu 33 sensible Berechtigungen, darunter SMS-Zugriff, Anrufprotokolle, Mikrofon und Barrierefreiheitsdienste. Es enthält einen benutzerdefinierten Keyboard zum Abfangen von Eingaben, einen Benachrichtigungsreader und Mechanismen zur Verhinderung der Deinstallation.

Google selbst warnt davor, dass Sicherheitsüberprüfungen nicht über Pop-up-Fenster oder die Anforderung zusätzlicher Software von externen Seiten erfolgen. Die raffinierte Natur dieser Pishing-Attacke unterstreicht die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit bei Online-Sicherheit.

Die Zahl der betroffenen Nutzer ist noch unbekannt, aber die Komplexität der Attacke deutet auf eine gezielte Kampagne hin, die speziell darauf ausgelegt ist, die Sicherheitsmaßnahmen der Opfer zu umgehen.