Hsbc करेगी 20.000 stellenabbau trotz ki-boom
Die HSBC Group, eine der größten Banken der Welt, plant einen massiven Abbau von bis zu 20.000 Arbeitsplätzen. Der Schritt erfolgt inmitten eines rasanten Fortschritts im Bereich der Künstlichen Intelligenz, stellt aber eine Fortsetzung des bereits seit 2024 laufenden Restrukturierungsprogramms unter dem CEO Georges Elhedery dar.

Ki-effizienzsteigerung als treiber des personalabbaus
Der Fokus der Kürzungen liegt auf administrativen und unterstützenden Bereichen, in denen der persönliche Kundenkontakt gering ist. Die Entscheidung, die noch nicht endgültig ist, betrifft etwa 10 % der Belegschaft und ist Teil eines umfassenderen Plans zur Kostensenkung, der bereits vor dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten begonnen hatte.
Die Aktien der Bank fielen um 2 % auf 8:36 Uhr in London, nachdem die Pläne bekannt wurden. Der Abbau soll sich über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren erstrecken und wird voraussichtlich jährliche Kostenersparnisse von 5 % bis 6 % für die Gruppe generieren, wie Bloomberg schätzt.
Bill Gates hat bereits prognostiziert, dass es Jahre dauern wird, bis KI Arbeitsplätze ersetzt. Die Strategie von HSBC sieht neben der Kostensenkung auch eine Anpassung der Vergütungsstrukturen an den Wall-Street-Standard vor, bei dem leistungsstarke Mitarbeiter einen größeren Anteil der Boni erhalten.
Die Bank setzt verstärkt auf die Verlagerung ihrer Aktivitäten nach Asien, was sich in der Privatisierung ihrer Hongkonger Tochtergesellschaft, der Hang Seng Bank Ltd., widerspiegelt. HSBC hat angekündigt, im ersten Halbjahr 1500 Millionen Dollar an Kosteneinsparungen zu erzielen – sechs Monate früher als erwartet. Pam Kaur, die Finanzchefin der HSBC, betonte, dass KI sowohl zur Kostensenkung als auch zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität eingesetzt werden soll, beispielsweise in der Kundenbetreuung und bei der Identitätsprüfung.
Eine Studie von Bloomberg Intelligence aus dem Vorjahr prognostizierte, dass globale Banken in den nächsten fünf Jahren bis zu 200.000 Arbeitsplätze durch KI eliminieren könnten. IT-Leitende erwarten im Durchschnitt eine Nettoreduzierung der Belegschaft von 3 %.
Der Personalabbau ist nicht nur eine Reaktion auf KI, sondern auch ein Teil eines größeren kulturellen Wandels innerhalb der HSBC, die sich im Wettbewerb mit lokalen und internationalen Wettbewerbern neu positionieren muss. Die Bank setzt auf ein effizienteres, datengesteuertes Arbeiten, bei dem Prozesse optimiert und redundante Aufgaben automatisiert werden.
Die Entscheidung der HSBC ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Finanzindustrie sich auf eine Zukunft vorbereitet, in der Technologie eine immer größere Rolle spielt – und dabei menschliche Arbeitskräfte zunehmend verdrängt.
