Ki-lieferketten: openai-chef sieht kurzfristige stabilität trotz konflikt

Die Technologieversorgung der künstlichen Intelligenz dürfte kurzfristig unbeeinträchtigt vom Konflikt im Nahen Osten bleiben, so Ban Seng Teh, Geschäftsführungsdirektor von Seagate. Trotz Warnungen vor Engpässen bei kritischen Materialien wie Helium und Halbleitern.

Seagate setzt auf speicherdichte statt produktionssteigerung – und helium-engpass bedroht ki-chips

Seagate setzt auf speicherdichte statt produktionssteigerung – und helium-engpass bedroht ki-chips

Die Besorgnis in der Branche wächst, dass ein länger andauernder Krieg die ohnehin schon knappe Verfügbarkeit von Speicherchips und Datenspeichermedien verschärfen könnte. Das betrifft insbesondere die Halbleiterindustrie, da Helium ein wesentlicher Bestandteil der Produktionsprozesse ist und derzeit durch Produktionsausfälle, beispielsweise in Katar, knapp wird. Bloomberg Economics schätzt, dass das Aussetzen der GNL-Produktion in Ras Laffan etwa ein Drittel der weltweiten Heliumproduktion beeinträchtigt.

Seagate und WD, die zusammen den Großteil der Festplatten für langfristige Datenspeicherung in Rechenzentren und Computern liefern, haben bereits vor 2026 von Lieferengpässen berichtet. Doch statt die Produktionsmenge zu erhöhen, konzentrieren sich die Unternehmen auf eine Erhöhung der Speicherdichte der einzelnen Festplatten. Eine Strategie, die auch WD verfolgt.

„Wir haben derzeit Resilienz in unserer Lieferkette, die uns vor kurzfristigen Auswirkungen schützt“, erklärte Teh gegenüber Bloomberg TV. Seagate untersucht zudem „verschiedene andere Optionen“, um die Versorgung zu sichern. Die Nachfrage nach Festplatten steigt rasant, getrieben vom globalen Wettlauf um den Aufbau von Rechenzentren zur Unterstützung der KI. Unternehmen wie Google investieren massiv in KI-Technologien wie Gemini, um Aufgaben zu automatisieren.

Die Preise für Festplatten werden sich in den kommenden Jahren stabilisieren, so Teh. Die Investitionen in KI sind für Unternehmen und Geopolitik gleichermaßen von Bedeutung. Die Strategie der Unternehmen ist klar: Höhere Speicherdichte statt massiver Produktionssteigerung – ein Kompromiss, der die kurzfristige Versorgung sichern soll, aber die Abhängigkeit von Helium-Lieferanten nicht beseitigt.

Die Halbierung des Heliumangebots in den letzten Jahren war bereits ein Warnsignal. Die KI-Revolution treibt diesen Druck weiter hoch. Die Branche könnte gezwungen sein, alternative Technologien zu entwickeln, oder sich auf die Optimierung bestehender Prozesse zu konzentrieren. Die Konsequenzen für die Entwicklung der künstlichen Intelligenz könnten weitreichend sein.

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