Lg the frame 2.0: fernseher wird zum kunstwerk – und spart strom

LG erweitert sein Portfolio an OLED- und QNED-Fernsehern um die Funktion Gallery+, die die Bildschirme in digitale Bilderrahmen verwandelt. Das Unternehmen setzt damit einen neuen Trend und positioniert sich als Vorreiter in Sachen Wohnraumgestaltung.

Lg verwandelt fernseher in digitale kunstgalerien

Lg verwandelt fernseher in digitale kunstgalerien

Die neue Funktion ermöglicht es Nutzern, ihre Fernseher nicht nur als Unterhaltungszentrale, sondern auch als dekoratives Element zu nutzen. Über 4.000 Bilder – darunter Kunstwerke, Filmausschnitte, Fotos und sogar Gaming-Kreationen – können auf dem bildschirm präsentiert werden. Die Auswahl reicht von statischen Bildern bis hin zu Diashows, die optional von Hintergrundmusik begleitet werden.

Wer möchte, kann auch eigene Fotos über die Verknüpfung mit Google Fotos anzeigen. Das System passt den Bildschirminhalt automatisch an die Lichtverhältnisse im Raum an und bietet den Always-On-Modus oder den Bildschirm als Stilleben an.

LG bietet zwei Preismodelle an: Eine kostenlose Variante mit einer reduzierten Auswahl und ein kostenpflichtiges Abonnement, das monatlich neue Inhalte freischaltet. Die Preise für das Premium-Abonnement beginnen bei 9,99 €.

Diese Entwicklung ist eine direkte Antwort auf die Ära der Smart-TVs, die sich von reinen Unterhaltungsgeräten zu integralen Bestandteilen des Wohnraums entwickelt haben. Während Wettbewerber wie Samsung mit dem The Frame bereits einen ähnlichen Ansatz verfolgten, setzt LG auf eine breitere Verfügbarkeit. Gallery+ wird ab 2025 in neuen Modellen erhältlich sein, aber auch für kompatible ältere Geräte als Software-Update verfügbar gemacht.

Die Idee, den Fernseher nicht nur zum Konsum von Inhalten zu nutzen, sondern ihn gleichzeitig als dekoratives Element zu integrieren, ist mehr als nur ein Marketing-Gag. Sie spiegelt eine tiefgreifende Veränderung wider, die sich im Wohnzimmer abspielt: Geräte werden zunehmend zu persönlichen Ausdrucksformen.

LG setzt mit dieser Strategie auch auf Energieeffizienz. Durch die Anzeige von Bildern anstelle von ständig wechselnden Programmen kann der Stromverbrauch gesenkt werden. Der Hersteller plant sogar weitere Geräte, die mit dieser Technologie ausgestattet werden sollen.

Die Konkurrenz schläft nicht. Samsung investiert massiv in Technologien wie OLED und QLED, um die Bildqualität seiner Fernseher weiter zu verbessern. Doch LG setzt mit Gallery+ auf eine ganz andere Stärke: die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit seiner Produkte.

Die Entwicklung ist mehr als nur ein Trend. Sie ist eine Reaktion auf den Wunsch vieler Nutzer nach Individualität und Ästhetik im eigenen Zuhause. Und sie zeigt, dass der Fernseher demnächst noch mehr als nur Bilder zeigen wird – er wird eine Erweiterung der Persönlichkeit.

Die Verlagerung des Fokus auf Ästhetik und Personalisierung ist kein Zufall. Der Markt für Smart-TVs ist gesättigt, und Hersteller müssen neue Wege finden, um sich von der Konkurrenz abzuheben. LG scheint mit Gallery+ genau diesen Weg eingeschlagen zu haben.

Es ist ein klarer Schritt weg vom reinen Funktionalismus hin zu einem Design, das sich nahtlos in die Wohnumgebung einfügt. Die Kombination aus hochwertiger Bildqualität und der Möglichkeit, den Fernseher individuell zu gestalten, könnte LG einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

Die Zukunft des Fernsehens ist nicht nur auf die Bildqualität ausgerichtet, sondern auch auf die Integration in das Wohnambiente – und LG scheint diesen Trend besser zu verstehen als seine Wettbewerber. Die Strategie könnte den Markt nachhaltig verändern.

Die Entscheidung von LG ist mehr als nur eine Produktverbesserung. Sie ist eine strategische Neuausrichtung, die das Potenzial hat, die Art und Weise, wie wir Fernseher nutzen und wahrnehmen, grundlegend zu verändern.

Mit Gallery+ setzt LG ein starkes Zeichen: Der Fernseher ist nicht länger nur ein Bildschirm, sondern ein Spiegelbild des persönlichen Geschmacks.