Meta setzt auf ki – markt enttäuscht, kosten explodieren

Mark Zuckerberg setzt alles auf die Künstliche Intelligenz, doch die Börse reagiert verhalten. Die Zahlen für das erste Quartal zeigten eine bittersüße Mischung – während der Wettbewerb um Google, Amazon und Microsoft in den Schatten stand, stürzte die Aktie um bis zu sechs Prozent ab.

Massive investitionen, steigende kosten

Meta investiert weiterhin zweifellos massiv in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Für das Gesamtjahr kalkuliert das Unternehmen mit Kosten von 125 bis 145 Milliarden Dollar – eine deutliche Überhöhung gegenüber den Analystenschätzungen und eine Steigerung von rund 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gründe für diese erhöhten Ausgaben sind offensichtlich: steigende Preise für Komponenten und höhere Kosten in den Rechenzentren, wie Finanzchefin Susan Li in einer Bloomberg-Meldung erklärte.

Zuckerberg hatte bereits vor einigen Monaten milliardenschwere Verträge mit Nvidia, AMD und Broadcom abgeschlossen, um die benötigten Hardware-Komponenten zu sichern und neue Rechenzentren zu errichten. Die Börse reagierte jedoch mit einer deutlichen Enttäuschung – die Aktien fielen um 6 Prozent.

Kostenreduktionen im haushalt

Kostenreduktionen im haushalt

Um die enormen Investitionen in die KI zu finanzieren, hat Meta gleichzeitig kostensenkende Maßnahmen ergriffen. Wie das Unternehmen der Presse entliehen hat, sollen 6.000 offene Stellen nicht besetzt werden, was dem Unternehmen voraussichtlich rund 3 Milliarden Dollar pro Jahr einsparen wird. Bereits vor einigen Monaten wurden kleinere Kürzungen in der Hardware-Sparte Reality Labs vorgenommen.

Analysten sehen chancen, aber auch risiken

Analysten sehen chancen, aber auch risiken

Evercore ISI schätzt, dass diese Entlassungen das Unternehmen um rund 3 Milliarden Dollar pro Jahr entlasten werden. Analyst Mark Mahaney betont, dass der KI-Sektor sich noch in der Anfangsphase befindet und dass die tatsächlichen Wachstumschancen und die dafür erforderlichen Investitionen noch nicht vollständig erkannt werden. Dennoch bleiben die Bedenken hinsichtlich der hohen Kosten und der potenziellen Auswirkungen auf die Rentabilität bestehen.

Werbung treibt den gewinn an

Trotz der Investitionen in die KI konnte Meta seine Profitabilität durch den starken Absatz von Werbung auf seinen Social-Media-Plattformen steigern. Das Unternehmen verzeichnete einen Umsatz von 56,3 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 26,8 Milliarden Dollar – beides über den Erwartungen der Analysten. Für das laufende Quartal werden Umsätze zwischen 58 und 61 Milliarden Dollar prognostiziert.

Chinesische blockade für manus

Die finanzielle Entwicklung kommt erst kurz vor der chinesischen Blockade der Übernahme der KI-Startup Manus. Die Entscheidung Pekings wirft erneut Fragen nach den strategischen Interessen Chinas in Bezug auf fortschrittliche KI-Technologien auf.