Ölpreise stürzen nach iranischem schlagabtausch – friedenshoffnung in teheran zerschellt
Der Ölpreis brach am Mittwochmorgen um rund 5 % ein. Brent notierte leicht über 99 Dollar pro Barrel, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 72 Dollar vor dem US-Angriff auf Iran. Auch West Texas Intermediate (WTI) verzeichnete einen Verlust von 4 % und landete bei 88 Dollar pro Barrel.

Teherans warnung: keine rückkehr zu alten preisniveaus
Die Optimismuswelle an den Märkten, befeuert von Spekulationen über einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, scheint jedoch jäh zu enden. Berichten des New York Times und Wall Street Journal zufolge hatte die US-Regierung Teheran eine Friedensinitiative übermittelt. Doch ein Sprecher des Kommandozentralquartiers von Jatam al Anbiya, einer Schlüsselbehörde des iranischen Militärs, wies diese Meldung entschieden zurück.
„Sie werden die Energie- und Ölpreise nicht wieder auf frühere Niveaus sehen“, warnte der Sprecher. Er betonte, dass ein Abkommen mit Washington „weder jetzt noch jemals“ erzielt werde. Die militärische Sprecherin bezeichnete die US-Bemühungen als „Niederlage“ und versprach, dass die Investitionen der USA in der Region nicht aufgehen würden.
Die Äußerungen aus Teheran zeigen, dass die Friedenshoffnung verfrüht war. Der Ölmarkt reagierte prompt mit Kursen, die die Unsicherheit widerspiegeln. Die Frage ist nun, wie sich dieser Konflikt weiterentwickeln wird und welche Auswirkungen er auf die globalen Energiepreise haben wird – und ob die kommenden Wochen von weiterer Instabilität geprägt sein werden.
