Paramount+ und hbo max: gigantische fusion – netflix verliert den kampf
Die Medienlandschaft erlebt einen der größten Umstrukturierungen der letzten Jahre. Paramount Global hat sich mit Warner Bros. Discovery im milliardenschweren Deal vereint – und plant, die Streaming-Plattformen Paramount+ und HBO Max zu einer einzigen Einheit zusammenzuführen. Damit ist das Rennen um die Vorherrschaft im Streaming-Markt offiziell entschieden.

Streaming-krieg: paramount übernimmt hbo max – und netflix verpasst die chance
Der Deal, der sich nach Monaten des Zwiegesprächs zwischen Paramount-Chef David Ellison und Netflix-CEO Reed Hastings zogen, soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Paramount bezahlte 31 Dollar pro Aktie – ein klarer Sieg für Ellison, der damit einen lang gehegten Wunsch realisiert: die Konsolidierung von Schwergewichten in der Entertainment-Branche. Die Summe: 11 Milliarden Dollar.
Die Fusion verspricht erhebliche finanzielle Vorteile. Für 2026 rechnet Paramount mit einem Umsatz von 69 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 18 Milliarden Dollar vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen. Die Nettschulden sollen sich auf 79 Milliarden Dollar belaufen. Mit über 200 Millionen Abonnenten in 100 Ländern positioniert sich die neue Einheit als direkter Konkurrent zu Netflix, der zuvor eine Übernahme von Warner Bros. Discovery anstrebte.
Ein wichtiger Aspekt der Übernahme ist die Beibehaltung der HBO-Marke, obwohl die Streaming-Plattformen zusammengelegt werden. Darüber hinaus sichert sich Paramount Rechte an hochkarätigen Sportligen wie der NFL, der NBA, der PGA Tour und den Olympischen Spielen in Europa. Der bereits geschlossene Deal mit der UFC verstärkt diese Position weiter.
Die Finanzierung der Fusion erfolgt durch eine Kombination aus Eigenkapital von Ellison und RedBird Capital Partners sowie Krediten von Bank of America, Citigroup und Apollo Global Management Inc. Paramount schlägt außerdem eine Aktienemission vor, um zusätzliche Mittel zu beschaffen.
Die Aktionäre von Warner Bros. Discovery sollen für jede Aktie, die nicht bis zum 30. September ausgezahlt wird, eine Entschädigung von 25 Cent erhalten. Eine Abstimmung über die Transaktion ist für das Frühjahr geplant. 2.800 Millionen Dollar Kommissierungszahlungen an Netflix und 7.000 Millionen Dollar an Warner Bros. Discovery bei Scheitern des Deals sind ebenfalls Teil des Pakets.
David Ellison sieht in der Fusion die Chance, eine führende Medien- und Unterhaltungsgesellschaft zu schaffen. Die Kombination aus renommierten Studios, Streaming-Diensten, Kabelkanälen und hochwertigen Inhalten soll die Zukunft der Branche prägen. Die Nachricht ist ein deutliches Zeichen, dass die Streaming-Zukunft von großen, integrierten Unternehmen geschrieben wird – und dass die Zeiten der kleinen, unabhängigen Player vorbei sind.
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