Samsung-handys schützen sich selbst: neustart bei inaktivität kommt
Die Sicherheit von Smartphones steht zunehmend im Fokus. Nun kommt ein Update, das Samsung-Geräten einen zusätzlichen Schutz bietet – und das ohne manuellen Eingriff des Nutzers. Ab Android 16 und mit der neuesten One UI 8.5-Version wird eine Funktion namens „Inaktivitätsneustart“ aktiviert, die potenzielle Sicherheitsrisiken minimiert.
Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Cyberangriffe. Experten raten seit Längerem zu regelmäßigen Neustarts, um die Sicherheit zu erhöhen. Jetzt übernimmt Samsung einen Teil dieser Arbeit automatisch.

Was bewirkt der inaktivitätsneustart eigentlich?
Nach 72 Stunden Untätigkeit schaltet sich das Smartphone automatisch neu. Dabei wird der sogenannte „Bereitstellungsfreigabemodus“ (BFU) aktiviert. Das bedeutet, dass nach dem Neustart die PIN oder das Passwort erneut eingegeben werden muss, um auf das Gerät zuzugreifen. Gleichzeitig werden Benachrichtigungen, Anrufe und die USB-Verbindung blockiert.
Diese Maßnahme verhindert, dass Angreifer, die das Gerät verloren oder gestohlen haben, unbefugten Zugriff erhalten oder sensible Daten auslesen können. Der Neustart ist nicht mit der bisherigen Funktion zur Leistungsoptimierung gleichzusetzen. Vielmehr handelt es sich um eine umfassende Sicherheitsmaßnahme, die das Gerät quasi „reinigt“ und sichert.
Die Integration des Inaktivitätsneustarts ist schrittweise erfolgt. Erste Tests begannen bereits im November 2025 mit den Galaxy S25-Geräten, und der offizielle Start erfolgte im Februar 2026. Aktuell profitieren Galaxy Z Fold 7 und Galaxy Z Flip 7 von der Funktion, aber auch die gesamte Galaxy S26-Serie ist seit März 2026 unterstützt. Auch ältere Modelle, wie die S24-Reihe, sollen bald folgen.
Die Technologie ähnelt bereits implementierten Systemen bei Apple, die bereits seit iOS 18 (2024) eine ähnliche Funktion anbieten – allerdings mit einer längeren Wartezeit von sieben Tagen. Samsung hat sich für drei Tage entschieden, was einen guten Kompromiss zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit darstellt.
Es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Hersteller die Sicherheit von Smartphones immer weiter verbessern. Und ein deutliches Signal: Die Notwendigkeit für mehr Schutz vor Cyberangriffen ist Realität geworden. Wer seine Daten sicher wissen will, sollte die Funktion aktivieren – und nicht nur darauf verlassen, dass das Gerät von selbst für Ordnung sorgt.
