Spanien kämpft um energie-export – dänen-deal könnte die lösung
Die Iberische Halbinsel ist zu einem de facto Inselstaat geworden, abgeschnitten vom europäischen Energiemarkt. Während Portugal mit Deutschland und Frankreich Energie tauscht, versinkt Spanien in einer zunehmend frustrierenden Blockade.
Französisches monopol behindert energie-export
Das Kernproblem: Frankreichs intransparente Energiesteuerung. Ein Engpass in der Pyrenäen-Erdleitung mit lediglich 3.000 MW Kapazität, der auch Portugal als Ausweg dient, blockiert den Export überschüssiger Solarenergie. Die bidirektionalen Hochspannungsleitungen sind schlichtweg unzureichend. Es ist, als ob man mit einer kleinen Schläuche versucht, einen Fluss zu befördern.
Die NASA plant bereits den Start der Artemis-Mission auf dem Mond – und das ist, im Vergleich zu diesem Energie-Stau in Spanien, eine Frage der Ingenieurskunst. Die Realität sieht düster aus: Die Situation verschärft sich durch den Krieg in der Ukraine und die Spannungen im Iran.

Neue atlantik-route: ein riskantes unterfangen
Die Suche nach Alternativen ist in vollem Gange. Ein direkter Weg über das Mittelmeer nach Italien erscheint aufgrund der Logistik und der Distanz derzeit unrealistisch. Stattdessen gewinnt eine untermeerische Kabelverbindung zum Atlantik an Bedeutung – eine Verbindung zwischen Spanien und Irland über eine Strecke von 1.000 bis 1.100 Kilometern. Die geologischen Herausforderungen sind enorm: Das Kabel muss die hohen Seegänge und das starke Wellenrisiko im Golf von Biscaya und dem Britischen See umgehen.
Ein erster Abkommen zwischen Spanien und Irland wurde bereits erzielt, um die Machbarkeit dieser ambitionierten Verbindung zu prüfen. Der WindEurope-Kongress 2026 in Madrid wird dabei der Rahmen sein. Die beiden Märkte sind derzeit die am wenigsten vernetzten in Europa – als sogenannte „Energieinseln“ gekennzeichnet. Die Kapazität zur Energieexport ist erschreckend gering: Nur 2% der etwa 150 Gigawatt Infrastruktur. Das Ergebnis: Spanien verfehlt die von Brüssel vorgegebenen Ziele um ein Vielfaches.
Die Energieabhängigkeit Europas ist so stark erhöht worden, dass die Situation im Ukraine-Krieg bereits ein Warnsignal war. Doch die Lage verschlimmert sich durch den Konflikt im Iran und die Energiekrise. Spanien produziert mehr Solarenergie als je zuvor, aber die überschüssige Leistung kann nicht exportiert werden. Die Kooperation mit Irland ist daher von entscheidender Bedeutung – Irland würde seine offshore-wind-Parks nutzen, um die Energie ins europäische Netz einzuspeisen. Es ist ein riskantes Spiel, aber die Alternative – die Abhängigkeit von französischen Energie-Entscheidungen – ist noch gefährlicher.
Die Entscheidung ist gefallen: Ein Kabel unter dem Atlantik ist die einzige praktikable Lösung. Es wird ein Wettlauf gegen die Zeit, um diese Vision zu verwirklichen. Die Zukunft der europäischen Energieversorgung könnte davon abhängen – und das ist kein Spiel mit dem Feuer.