Stargate-pläne scheitern: ki-datenzentrum in texas – meta profitiert
Die Pläne von Oracle
und OpenAI, ein großes KI-Zentrum in Texas zu erweitern, sind gescheitert. Die Verhandlungen über die Finanzierung und sich ändernde Anforderungen von OpenAI führten zum Ausfall des Projekts. Jetzt könnte Meta Platforms Inc. einspringen.
Nvidia lenkt den fokus auf meta – und die aktien fallen
Die Entscheidung, die Expansion des Datencenters in Abilene, Texas, nicht weiterzuführen, wirft ein Schlaglicht auf die Komplexität des Aufbaus von KI-Infrastruktur. Das Projekt, das im Jahr 2025 gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten Donald Trump angekündigt wurde, sollte eine Erweiterung des bestehenden 1,2-Gigawatt-Standorts auf etwa 2,0 Gigawatt umfassen. Oracle hatte sich verpflichtet, 4,5 Gigawatt an Rechenleistung für OpenAI bereitzustellen. Doch die Gespräche mit Crusoe, dem Entwickler des Standorts, scheiterten an Finanzierungsfragen und sich verschiebenden Vorhersagen des Bedarfs von OpenAI.
Nvidia, der Hauptlieferant von KI-Chips, spielte eine entscheidende Rolle bei der Umleitung der Pläne. Das Unternehmen soll Meta dabei geholfen haben, ein Mietverhältnis für die Expansion zu sichern, um sicherzustellen, dass seine Produkte weiterhin im erweiterten Datanzentrum eingesetzt werden. Nvidia zahlte dafür ein Depot von 150 Millionen Dollar an Crusoe.
Die Nachricht traf die Aktienkurse von Oracle und anderen Unternehmen im Bereich der KI-Infrastruktur hart. Oracle verzeichnete einen Rückgang von 1,2 % auf 152,96 Dollar. Auch Aktien von CoreWeave Inc., AMD und Nvidia fielen.
Probleme mit der Zuverlässigkeit des Standorts Abilene trugen ebenfalls zum Scheitern der Pläne bei. Im Frühjahr war das Rechenzentrum mehrere Tage lang aufgrund von Frostschäden an den Kühlanlagen außer Betrieb.
OpenAI selbst bestätigte die Umleitung der Expansion, betonte aber, dass das Stargate-Gelände weiterhin als eines der größten KI-Datencenter in den USA gilt. Die Gespräche mit Meta über eine Expansion des Standorts in Abilene laufen jedoch weiter.
Die Entscheidung unterstreicht, dass der Aufbau von KI-Infrastruktur ein komplexes Unterfangen ist, das erhebliche finanzielle Mittel und eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren erfordert. Das Wettrennen um Rechenleistung für künstliche Intelligenz hält an – und die Konsequenzen für die beteiligten Unternehmen sind enorm.
Meta arbeitet derzeit an mehreren großen Datencentern in Louisiana und Indiana. Im vergangenen Monat schloss das Unternehmen einen Vertrag über 6 Gigawatt an AMD-Hardware ab.
Die Notwendigkeit, die immense Rechenleistung für das Training und die Implementierung fortschrittlicher KI-Modelle zu decken, treibt einen enormen Ausbau der Datacenter-Infrastruktur voran. Dies ist mehr als nur ein Wachstum – es ist die Grundlage für eine neue Ära der künstlichen Intelligenz.
