Starlink rollt aus: satelliten-internet bedroht glasfaser-giganten
Elon Musks Satelliten-Internet-Dienst Starlink festigt seine Position. Die Expansion, die einst als Science-Fiction galt, rückt näher – und stellt etablierte Telekom-Anbieter vor eine Zerreißprobe.

Starlink setzt auf gigabit-geschwindigkeit und partnerschaften
Die Konkurrenz für traditionelle Anbieter wie Vodafone, Movistar und DIGI wächst. Starlink will nicht nur abgelegene Gebiete mit Internet verbinden, sondern auch Wohnungen und Unternehmen mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s versorgen. Das Versprechen, auch dort eine stabile Verbindung zu gewährleisten, wo Glasfaser-Infrastruktur fehlt, ist verlockend.
Die dritte Generation der Starlink-Satelliten verspricht einen deutlichen Sprung in Kapazität und Bandbreite. Die Kombination aus verbesserten Satelliten, leistungsstärkeren Antennen und optimierten Frequenzbereichen könnte ab Ende 2026 die theoretische Gigabit-Geschwindigkeit Realität werden lassen. Der Starlink Kit Performance ist bereits verfügbar, allerdings noch mit maximal 400 Mbit/s.
Die Installation ist ein weiterer Vorteil. Starlink ermöglicht eine einfache Inbetriebnahme in Büros, auf Baustellen und in ländlichen Regionen – ein entscheidender Faktor im Vergleich zu aufwändigen Glasfaser-Verlegungen.
Die latenz von rund 30 ms ist vergleichbar mit festen Glasfasernetzen. Die Abhängigkeit von lokalen Mobilfunkmasten entfällt.
Die Strategie Musks ist klar: Starlink will nicht nur eine Alternative für Nutzer in Gebieten ohne Breitband sein, sondern auch eine ernstzunehmende Bedrohung für die etablierten Telekom-Giganten. Die Geschwindigkeit, die Starlink nun bietet, erreicht in einigen Fällen die, die bisher nur sehr wenige Anbieter garantieren.
Die Frage ist nicht länger, ob Satelliteninternet eine Rolle spielen wird, sondern wie schnell es die traditionelle Infrastruktur verdrängen kann. Starlink hat begonnen, und die Konsequenzen werden weitreichend sein.