Italien verfolgt auch iptv-kunden

Neuer schritt im kampf gegen illegale sportübertragungen

Die italienische Finanzwache hat 120 Personen, die ein illegales IPTV-Portal genutzt haben, mit Bußen von bis zu 5.000 Euro belegt. Dieser Schritt geht einher mit der stärkeren Verfolgung von Kunden, die illegale Sportübertragungen konsumieren, wie es auch der spanische Fußballverband La Liga fordert.

Italienische finanzwache nimmt iptv-kunden ins visier

Italienische finanzwache nimmt iptv-kunden ins visier

Die Guardia di Finanza hat nach eigenen Angaben die Identitäten der Abonnenten eines illegalen IPTV-Anbieters, der sich an Fans von Italiens Serie A gewandt hatte, aufgeklärt. Die Kunden hatten monatlich etwa 10 Euro für den Zugang zu illegalen Sportübertragungen gezahlt.

Einrichtungen und verbände setzen sich für stärkere rechtsdurchsetzung ein

Einrichtungen und verbände setzen sich für stärkere rechtsdurchsetzung ein

Die italienische Fußball-Liga, die UEFA und die UEFA-CL, aber auch die Medienunternehmen Sky Italia und DAZN hatten sich jahrelang für eine stärkere Verfolgung von IPTV-Anbietern und -Kunden eingesetzt. Sie fordern, dass die illegalen Streaming-Plattformen geschlossen und ihre Kunden sanktioniert werden.

La liga setzt sich auch für die verfolgung von iptv-kunden ein

La liga setzt sich auch für die verfolgung von iptv-kunden ein

Der Präsident der spanischen Fußball-Liga, Javier Tebas, hatte bereits mehrfach betont, dass die effektivste Strategie, um IPTV-Piraten zu bekämpfen, darin besteht, auch die Verbraucher zu sanktionieren und nicht nur die Anbieter.

Spanien verfolgt einen anderen ansatz

Spanien verfolgt einen anderen ansatz

Im Gegensatz zu Italien konzentrieren sich die Maßnahmen in Spanien vor allem auf die Blockierung von Inhalten und die juristische Verfolgung von IPTV-Anbietern. Eine direkte Sanktionierung von Endkunden ist bisher nicht vorgesehen.

Zukunftsausblick

Die italienische Entscheidung könnte ein Vorbild für weitere europäische Länder sein, die den Kampf gegen illegale Sportübertragungen verstärken. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich auch in anderen Ländern eine Ähnliche Strategie durchsetzen wird.