La Séptima: Javier Ruiz verstärkt das neue Informationsprojekt von José Miguel Contreras
Ein weiterer prominenter Name schließt sich dem ambitionierten Projekt von José Miguel Contreras an: Javier Ruiz, zuletzt bekannt als Moderator von „Mañaneros 360“ bei TVE, wird Teil des Teams von La Séptima. Die neue, frei empfangbare Fernsehstation soll am 5. November ihren Betrieb aufnehmen und verspricht einen frischen Wind im spanischen Fernsehen.

Ruiz übernimmt Schlüsselrolle im neuen Sender
Ruiz wird nicht nur als Gesicht des neuen Senders auftreten, sondern auch eine wichtige Rolle hinter den Kulissen übernehmen. Er soll als Editorialdirektor fungieren und somit maßgeblich die inhaltliche Ausrichtung von La Séptima mitgestalten. Contreras, der bereits die Gründung von La Sexta verantwortete, setzt offenbar auf erfahrene Köpfe, um im hart umkämpften Fernsehmarkt zu bestehen.
Die Zusammenarbeit zwischen Contreras und Ruiz ist keine Neuigkeit. Beide hatten bereits in der Vergangenheit bei der Cadena SER zusammengearbeitet und waren gemeinsam an einem gescheiterten Projekt des Medienkonzerns PRISA beteiligt. Diese Erfahrung könnte nun von großem Nutzen sein, um La Séptima erfolgreich zu etablieren.
Ruiz’ Abgang von TVE hinterlässt dort eine große Unsicherheit. Er hatte die Nachfolge von Jaime Cantizano angetreten und mit einem völlig neuen Format die Zuschauerzahlen deutlich steigern können. Seine Morningshow setzte auf eine Mischung aus Aktualität, Analyse und Reportagen, die sich gegen die Konkurrenz von Antonio García Ferreras, Ana Rosa Quintana und Susanna Griso behaupten konnte. Ob sein Nachfolger die Zuschauerzahlen halten kann, bleibt abzuwarten.
Neben Ruiz werden auch andere Namen mit La Séptima in Verbindung gebracht. Silvia Intxaurrondo, die derzeit im Urlaub ist und zuletzt Differenzen mit RTVE hatte, sowie die ehemalige Leiterin von „Hoy por Hoy“ bei der Cadena SER, Àngels Barceló, stehen ebenfalls auf Contrerass Liste. „Von diesen dreien wird einer nicht sicher sein, ein anderer ist möglich und einen hoffe ich wirklich“, so Contreras in einem Interview.
Die Einführung von La Séptima in der TDT ist ein bedeutender Schritt, da es sich um die erste neue frei empfangbare Fernsehstation in Spanien seit fast 20 Jahren handelt. Möglich gemacht wurde dies durch den neuen technischen Plan für die TDT im Jahr 2025, der eine effizientere Nutzung des Frequenzspektrums ermöglicht. La Séptima will sich von den traditionellen Nachrichtensendungen abgrenzen und setzt stattdessen auf Live-Formate. Für eine Investition von 20 bis 25 Millionen Euro plant Contreras, mittelfristig mit Sendern wie Cuatro oder La Sexta zu konkurrieren und einen Marktanteil von rund 4 Prozent zu erreichen. Die Herausforderung für La Séptima wird nun sein, das Versprechen eines neuen, innovativen Informationsangebots in die Tat umzusetzen.
