Laliga hält piratensperren am laufen – iptv-boom droht vor der wm
Die Fußball-Liga kämpft weiter gegen Online-Piraterie, und das mit eiskalter Berechnung. Die LaLiga hat erneut die IP-Adressen von Cloudflare-basierten Diensten blockiert – auch kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft 2026.
Weiterer rückschlag für illegale streams
Die Entscheidung des Amtes von Javier Tebas, seit Februar 2025 unaufhörlich IP-Adressen zu sperren, die verdächtigt werden, illegale Übertragungen zu ermöglichen, hat bereits jetzt tausende Webseiten lahmgelegt. Die Gerichte haben der LaLiga sogar die Vollmacht erteilt, die Netzbetreiber weiterhin zur Blockierung dieser Adressen zu verpflichten – ein Machtinstrument, das die Liga unbeschwert einsetzt.

29 Verdächtige, 169 seiten im netz
Der jüngste Schlag umfasst 29 Festnahmen und das Aus für 169 verdächtige Webseiten, die illegale Übertragungen anboten. Aber das ist erst der Anfang. Die Sperrlisten der LaLiga, die bereits mehr als 123 IP-Adressen umfassen, sind weiterhin aktiv – und die Ausfälle nehmen kein Ende. Es ist ein kontinuierlicher, digitaler Guerilla-Krieg, der sich vor allem auf IPTV-Anbieter konzentriert.

Zweite liga bleibt zielscheibe
Tebas scheint die Dynamik der Piraterie zu nutzen. Auch die Zweite Liga wird weiterhin unter die Lupe genommen und blockiert. Die jüngsten Sperrungen am vergangenen Wochenende zeigten einen deutlichen Anstieg der Ausfälle am Samstagabend, um 23:18 Uhr. Die LaLiga scheint sich nicht abzurufen, trotz der Tatsache, dass die Saison offiziell am 20. Juni endet – und die Erwartung ist, dass die Blockaden erst für ein paar Monate verschwinden werden.

Ein jahr der blockaden?
Obwohl die Saison 2025/26 am 20. Juni offiziell beendet wird, deutet alles darauf hin, dass die IP-Blockaden mindestens ein weiteres Jahr andauern werden. Die rechtliche Grundlage, die auf dem bestehenden Vertrag mit Telefónica basiert, sieht vor, dass die Sperrungen bis zum Ende des Vertrags gültig bleiben – was voraussichtlich bis zum Beginn der Saison 2026/27 der Fall sein wird. Ein zweimonatiges Atempauke vor dem Start der neuen Saison am 14. August scheint eine unrealistische Hoffnung. Die LaLiga setzt auf einen hartnäckigen Kurs gegen die Online-Piraterie, koste es, was es wolle.
