35-Stunden-woche für 250.000 beamte: nur nicht für alle
Spannende entwicklung im öffentlichen dienst
Die Regierung plant, die Arbeitszeit von 250.000 Beamten auf 35 Stunden pro Woche zu reduzieren – jedoch nicht für alle. Die neue Regelung, die voraussichtlich im März in Kraft tritt, soll den Acuerdo Marco für die Verbesserung des öffentlichen Dienstes und des Dienstleistungsanspruchs umsetzen, den die Regierung 2021 unterzeichnet hatte.

Einige gruppen bleiben ausgeschlossen
Die 35-Stunden-Woche soll jedoch nicht für alle Beamten gelten. Exkludiert werden sollen vor allem Personnel der Streitkräfte, Polizei und Justiz, die aufgrund ihrer Aufgaben flexiblere Arbeitszeiten benötigen. Gleiches gilt für Lehrkräfte, Mitarbeiter in Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie in Ceuta und Melilla, da ihre Arbeit an festen Zeiten und Turnus gebunden ist.

Sindikale kritisieren die ausnahmen
Die Sindikalisierung CSIF kritisiert, dass die Ausnahmen eine echte Hürde für die weiteren Verhandlungen darstellen, die noch bis 2028 laufen. Sie fordern, dass die neue Regelung auf alle Beamten der AGE anwendbar sein sollte und fordern die Regierung auf, eine Lösung zu finden, die auch die exkludierten Gruppen mit einbezieht.

Weitere forderungen der gewerkschaften
Zusätzlich zu der 35-Stunden-Woche fordern die Gewerkschaften die Regulierung der vorzeitigen Pension, die Implementierung von Home-Office, die Förderung von Karriere-Weiterbildung, die Aktualisierung von Entschädigungen für Beamte und den Zusatz von Geldern für den Mutualitätsverband Muface.

Was kommt als nächstes?
Die Regierung wird die neue Arbeitszeitregelung nach Abschluss der Verhandlungen im Frühjahr bekanntgeben. Die Zusammenfassung der Einzelheiten wird in einem Realdekret oder einer Ministerialanweisung festgehalten, um einen direkten parlamentarischen Prozess zu umgehen. Anschließend wird die neue Regelung im Boletín Oficial del Estado (BOE) veröffentlicht.
- 250.000 Beamte sollen auf 35-Stunden-Woche kommen
- Exklusionen für Streitkräfte, Polizei, Justiz und einige weitere Gruppen
- CSIF kritisiert die Ausnahmen
- Weitere Forderungen der Gewerkschaften
- Zukünftige Schritte: Verhandlungen, Realdekret/Ministerialanweisung, BOE-Publikation
