Cohen drohnt ebay mit milliardenschwerem angebot – krieg ist eröffnet

Ryan Cohen, der Kopf von GameStop, hat eine Übernahmekampagne gegen eBay in Gang gesetzt. Mit einem Angebot im Wert von 55,5 Milliarden Dollar (47,3 Milliarden Euro) will er die Plattform in den Griff bekommen – und eBay hat ab看过.

Ein unerschütterlicher investor

Cohen ließ in einer überraschenden Äußerung gegenüber Bloomberg TV keinen Zweifel daran, dass er eBay ‘auf jeden Fall’ erwerben wird. Er umging die Frage nach einer Preiserhöhung von GameStop, betonte aber seine Entschlossenheit, den Deal abzuschließen. ‘Ich treffe keine Entscheidungen alleine, aber wir werden eBay auf eine oder andere Weise erlangen,’ erklärte der CEO.

Die Marke GameStop, bekannt für ihren Aufstand gegen kurzfristige Anleger im Jahr 2021, scheut sich offenbar nicht, eine Hostilitätsoffensive zu starten. Cohen drohte, die Verhandlungen direkt an die Aktionäre von eBay zu verlagern, um den Druck zu erhöhen. Das ist ein deutliches Signal, dass er bereit ist, das Risiko einzugehen.

‘Live commerce’ und die macht der infrastruktur

‘Live commerce’ und die macht der infrastruktur

Cohen rechtfertigt seine Ambitionen mit dem enormen Potenzial von eBay. ‘Das Potenzial ist enorm. Ich würde ein Unternehmen nicht für 56 Milliarden Dollar kaufen, wenn ich nicht glaube, dass ich es in ein Unternehmen verwandeln kann, das mehrere Male dessen Wert ist. Deshalb schafft diese Transaktion Mehrwert für die Aktionäre,’ argumentierte er. Die Kombination der beiden Unternehmen könnte eine gigantische Infrastruktur schaffen, die 1.600 Servicepunkte in Reichweite der Bevölkerung der USA – innerhalb von 15 Autominuten – bietet.

Er sieht insbesondere das Potenzial im sogenannten ‘Live Commerce’ – ein Konzept, das GameStop mit seiner Expertise in Gaming, Technologie und Sammlerstücken perfekt ergänzen könnte. ‘eBay ist eine Plattform, die ich in ein profitableres und größeres Geschäft verwandeln kann. Die Möglichkeit, GameStops Geschäfte, unsere Erfahrung mit Videospielen, refurbished Technologie und Sammlerstücke zu nutzen und dies mit eBay zu verbinden, um den ‘Live Commerce’ zu dominieren, ist enorm,’ betonte Cohen. Ein mutiger Schachzug.

Ebay hingegen sah in dem Angebot keine ‘verlässliche oder attraktive’ Möglichkeit, den Konzern zu übernehmen. Die Entscheidung des Aufsitzens deutet auf eine grundlegende Diskrepanz in der Vision der beiden Unternehmen hin. Cohen scheint sich jedoch nicht entmutigen zu lassen und ist entschlossen, seine Ziele zu erreichen – koste es, was es wolle.