Euro-Geldschein im Wandel: Neue Designs und Curie als Vorbild
Der Europäische Zentralbank (EZB) kündigt einen grundlegenden Neugestaltungsprozess der Euro-Banknoten ab 2027 an. Ein Umbruch, der nicht nur das Aussehen der Geldscheine verändern wird, sondern auch eine wichtige kulturelle Botschaft transportieren soll.
Zwei Themenfelder im Rennen
Die EZB hat eine neue Abstimmung für das Design der kommenden Banknoten gestartet. Zwei Schwerpunkte stehen dabei im Fokus: Einerseits die europäische Kultur, mit potenziellen Vorbildern wie Marie Curie oder Cervantes, andererseits die Verbindung zur Natur, mit Flüssen und Vögeln als Motive. Insgesamt zehn verschiedene Designs werden in fünf Varianten pro Thema angeboten – alle mit einem deutlich lebendigeren Farbdesign und einer verbesserten Serigrafie.

Kulturelle Vielfalt im Blick
Die Entscheidung, welches Design letztendlich zum Einsatz kommen wird, wird von einem Gremium getroffen, das aus Designern, EZB-Mitarbeitern und Bürgervertretern besteht. Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, hat bereits angekündigt, dass die Auswahl bis Ende des Jahres erfolgen soll. Maria Sklodowska-Curie, die Nobelpreisträgerin für Physik, könnte zukünftig auf dem 20-Euro-Schein zu finden sein, ebenso wie Ludwig van Beethoven auf dem 10-Euro-Schein oder Miguel de Cervantes auf dem 50-Euro-Schein. Die Wahl einer dieser Optionen ist eine klare Würdigung der europäischen Identität.

Naturverbundenheit als Botschaft
Die alternative Thematik rund um Flüsse und Vögel soll die Verbindung zur Natur und den europäischen Ökosystemen betonen. Die Bank of Spain warnt bereits vor möglichen Problemen beim Einzahlen von Bargeld in Geldautomaten. Die Details zu den einzelnen Designs, wie beispielsweise die Darstellung eines Manentals mit einem Treparismus auf dem 5-Euro-Schein oder eine Wasserfalle mit einem Fischreiher auf dem 20-Euro-Schein, sind bereits bekannt. Leonardo da Vinci könnte den 100-Euro-Schein schmücken, während Bertha von Suttner, eine österreichische Pazifistin und Friedensnobelpreisträgerin, den 200-Euro-Schein repräsentieren.

Sichere Identifizierung von Falschgeld
Ein neuer Sicherheitsaspekt der neuen Banknoten ist eine Funktion, die über mobile Geräte zugänglich ist und die Erkennung von Falschgeld erleichtert. Diese Funktion, die bisher wenig bekannt ist, ermöglicht es den Nutzern, die Echtheit der Banknoten zu überprüfen. Die Entscheidung für ein Design wird somit nicht nur ästhetisch, sondern auch sicherheitsrelevant sein.

Fazit
Der Neugestaltungsprozess der Euro-Banknoten ist ein ambitioniertes Projekt, das die europäische Kultur und die Natur in den Mittelpunkt stellt. Die Auswahl eines Designs wird eine sorgfältige Abwägung erfordern, um sicherzustellen, dass die neuen Banknoten sowohl ästhetisch ansprechend als auch sicher sind. Die Entscheidung wird bis Ende des Jahres fallen, und die neuen Geldscheine werden ab 2027 in Umlauf gehen.
