Paramount sichert sich warner bros. discovery – milliarden aus dem nahen osten?“,n
Wie eine letzte Wende im Deal-Krieg der Medienbranche: Paramount Pictures hat die Rechte an Warner Bros. Discovery (WBD) erworben, nachdem Netflix sich zurückgezogen hatte. Doch die Finanzierung des milliardenschweren Unterfangens bleibt ein Rätsel – und wirft Fragen nach der Rolle von Investitionen aus dem Nahen Osten auf.
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Milliarden aus dem golf – ein deal mit schattenseiten?
Zuletzt hatte Paramount angekündigt, 47 Milliarden Dollar aufzubringen, um die etwa 81 Milliarden Dollar an WBD-Aktien zu übernehmen. Der Rest soll durch Kredite finanziert werden. Während Paramount die genaue Aufschlüsselung der Finanzierung nicht preisgibt, gab es bereits Hinweise auf Beteiligungen von Fonds aus Saudi-Arabien, Abu Dhabi und Katar. Diese Länder hätten jeweils 12 Milliarden, 7 Milliarden bzw. 7 Milliarden Dollar beisteuern sollen – ohne Einfluss auf die Unternehmensführung.
nDie Möglichkeit, dass diese Investitionen tatsächlich Realität werden, ist hoch. Saudi-Arabien wird bereits größter Eigentümer des Videospielgiganten Electronic Arts. Der Abu Dhabi-Fonds MGX hält mittlerweile 15 % von TikTok in den USA. Und während US-Präsident Donald Trump die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Nahen Osten forcierte, ist es durchaus denkbar, dass die Milliarden aus Golfstaaten auch in ein Medienimperium fließen. Denn die potenziellen Auswirkungen einer solchen Beteiligung sind weitreichend – und nicht unproblematisch.
nDie Frage nach der Regulierung ist dabei besonders relevant. Warner Bros. Discovery hatte bereits Bedenken hinsichtlich ausländischer Investoren geäußert. Die Beteiligung Saudi-Arabiens ist umso heikel, da das Königreich 2018 den Journalisten Jamal Khashoggi ermordete – eine Tat, von der US-amerikanische Geheimdienste Saudi-Arabien unter dem Crown Prince Mohammed bin Salman zuschreiben. Paramount hat die Rolle ausländischer Investitionen in früheren Pressemitteilungen stets heruntergespielt.
nDie Tatsache, dass Golfstaaten bereits jetzt in große US-Unternehmen investieren, zeigt einen Trend. Die Milliarden fließen und verändern die Kräfteverhältnisse in der globalen Wirtschaft. Ob diese Entwicklung auch für die Medienbranche eine neue Ära einleitet, wird sich zeigen – aber eines ist sicher: Es ist ein Deal, der weit über die reine Übernahme von Unternehmen hinausgeht.
nDie Entscheidung der US-Regulatoren wird entscheidend sein, ob diese Beteiligung akzeptiert wird oder nicht. Aber selbst wenn sie genehmigt wird, bleibt die Frage: Wer profitiert wirklich von dieser neuen Konstellation?
