Samsung-streik droht produktion ins stocken zu bringen
Die Gefahr eines Arbeitskampfes bei Samsung Electronics wächst. Die Gewerkschaften der größten Speicherchip-Hersteller der Welt haben einen Streik angemeldet, der die Produktion von Smartphones wie dem Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8 sowie die weltweite Lieferkette belasten könnte.

Streik wegen gehaltserhöhung: 93% der stimmen für warnstreik
Die Entscheidung der Gewerkschaften folgt auf jahrelange Spannungen. Ein zentraler Streitpunkt ist die aktuelle Obergrenze für Boni, die derzeit bei 50 % des Jahresgehalts liegt. Die Arbeitnehmer fordern, dass die Boni direkt an den operativen Gewinn gekoppelt werden sollen. Samsung lehnt dies ab, da es langfristige Investitionen und die Rendite für Aktionäre gefährden könnte.
Die Gewerkschaftsmitglieder, die etwa 70 % der Belegschaft in Südkorea ausmachen, stimmten mit überwältigender Mehrheit (93 %) für den Warnstreik. Ein vollständiger Streik könnte ab dem 21. Mai für 18 Tage dauern, wenn keine Einigung erzielt wird.
Die Auswirkungen auf die Smartphone-Planungen von Samsung könnten erheblich sein. Die Galaxy Z Fold- und Z Flip-Modelle werden voraussichtlich im Juli vorgestellt. Da Samsung den Großteil seiner DRAM- und zwei Drittel der NAND-Speicherchips in Südkorea produziert, könnte eine Unterbrechung der Produktion globale Auswirkungen haben.
Analysten sehen eine Einigung als schwierig an. Der Hauptbremsepunkt bleibt die Frage der Bonusobergrenze. Die Situation ist ein deutliches Zeichen, dass die immer höhere Belastung der Arbeitnehmer in der Halbleiterindustrie nicht länger ignoriert werden kann. Die Konsequenz ist klar: Die Preise für Samsung-Geräte werden vermutlich weiter steigen.
Die Vereinigung von SK Hynix mit ihrer eigenen Gewerkschaft im vergangenen September befeuerte die Forderungen der Samsung-Mitarbeiter nach ähnlichen Verbesserungen. Die Stimmung ist getrübt, und die kommenden Wochen werden zeigen, ob es zu einer Einigung kommt – oder ob die Produktion des Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8 ins Stocken gerät.