Spanien: rentenbetrug aufgedeckt – tausende können millionen zurückfordern

Eine juristische Kehrseite in Spanien eröffnet Rentnern eine neue Chance: Viele können nun Rückzahlungen in Höhe von bis zu 14.000 Euro erhalten. Der Grund: Ein langjähriger Fehler im Rentensystem, der Frauen begünstigte und Männer benachteiligte.

Rückzahlungen für männer: längst übersehene rentenleistungen

Der Skandal dreht sich um den sogenannten Mutterschaftszuschlag, eine Leistung, die 2016 eingeführt wurde, um die Renten von Müttern mit zwei oder mehr Kindern aufzustocken. Lange Zeit wurde dieser Zuschlag jedoch ausschließlich Frauen gewährt, was zu zahlreichen Klagen wegen Diskriminierung führte. Diese Klagen, gestützt auf Urteile des Europäischen Gerichtshofs und spanischer Gerichte, haben nun den Weg für eine umfassende Rückzahlung für betroffene Väter geebnet.

Die Rechtsprechung besagt nun, dass die Männer, die zwischen 2016 und Februar 2021 in Rente gegangen sind und zwei oder mehr Kinder haben, ebenfalls Anspruch auf diesen Zuschlag haben. Der Zuschlag wurde auf die Rentenleistung angewendet und konnte zwischen 5 % und 15 % der ursprünglichen Rente ausmachen, abhängig von der Kinderzahl. Diese Summen summieren sich über Jahre hinweg.

Die genaue Höhe der Rückzahlung hängt von Faktoren wie der Grundrente, der Anzahl der Kinder und der Dauer der Zeit seit der Pensionierung ab. Einige Betroffene können nun mehrere tausend Euro zurückfordern.

Die juristische zerreißprobe: eu-urteile und ihre folgen

Die juristische zerreißprobe: eu-urteile und ihre folgen

Die Situation ist das Ergebnis eines langen Rechtsstreits. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte 2019 bereits entschieden, dass die ausschließliche Gewährung des Mutterschaftszuschlags an Frauen diskriminierend sei und gegen die europäische Gleichstellungsrichtlinie verstößt. Diese Entscheidung zwang Spanien, seine Gesetzgebung zu ändern. Der Mutterschaftszuschlag wurde durch einen