Twitter-prozess: musk muss sich vor anlegern verantworten

San Francisco – Der Prozess gegen Elon Musk und Twitter (jetzt X) hat begonnen. Ex-Aktionäre werfen dem reichsten Mann der Welt vor, sie durch irreführende Aussagen zu Schaden gebracht zu haben, als er seinen 44-Milliarden-Dollar-Kauf des sozialen Netzwerks im Jahr 2022 rückgängig machen wollte.

Anleger fordern schadensersatz wegen angeblicher täuschung

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Im Zentrum des Prozesses stehen die Vorwürfe, Musk habe systematisch falsche Angaben zur Anzahl von Bots und Spam-Konten auf Twitter gemacht, um den Deal platzen zu lassen. Die Kläger argumentieren, dass Musks Tweets während des Rechtsstreits den Aktienkurs von Tesla – seinem größten Vermögenswert – gezielt manipulierten.

Ein Schlüsselaspekt der Verhandlung ist die Frage, wie viele der auf der Plattform aktiven Konten tatsächlich Bots waren. Musk behauptete, die Zahl der gefälschten Konten liege bei etwa 5 %, während Twitter selbst in früheren Berichten von einem deutlich höheren Anteil sprach. Der ehemalige Twitter-Finanzchef Ned Segal widersprach dieser Darstellung und schätzte die tatsächliche Anzahl auf rund 1 %.

Der Prozess, der vor Gerichtshof Charles R. Breyer verhandelt wird, konzentriert sich auf eine Sammelklage, die kurz vor Musks Übernahme eingereicht wurde. Musk hatte zunächst versucht, sich aus dem Kaufvertrag zurückzuziehen, doch nach juristischen Auseinandersetzungen stimmte er schließlich der ursprünglichen Vereinbarung zu.

Der Anwalt der Kläger, Mark Molumphy, forderte das Gericht auf, Musk für die Verluste zu veranlagen, die Anleger durch seine Tweets erlitten haben. Besonders hervorgehoben wurde ein Tweet vom 13. Mai 2022, in dem Musk andeutete, der Deal stehe